Hinweis: Dies ist ein Gastbeitrag von Christiane Hackl von Gehirngerecht Positionieren.
Mehr Infos findest du auf der Website von Gehirngerecht Positionieren
Zusammenfassung des Beitrags
- KI ist ein Tool und liefert nur dann gute Ergebnisse, wenn sie den richtigen Input von dir bekommt (ein Hammer funktioniert auch nur, wenn du ihn in die Hand nimmst.).
- Wenn du nicht weißt, was genau deine Kund*innen brauchen, kann KI dir nicht helfen.
- KI-Texte ohne den Input deiner Insights, Brandvoice und Kund*innenwissen sind generisch und austauschbar.
- KI-Texte können von Googel abgestraft werden, wenn sie keinen Mehrwert liefern
- Mit KI können wir die Leiter zwar in Rekordzeit hinaufklettern (Effizienz) – aber die Entscheidung, ob die Leiter überhaupt an der richtigen Wand lehnt, bleibt unsere Aufgabe (Effektivität).
Künstliche Intelligenz (KI) macht Agenturen heute das Leben ein wenig schwerer.
Nicht aus dem Grund, weil sie sie einsetzen müssen und nicht wollen, sondern weil Kund*innen auf die Idee kommen, sie einfach selbst einzusetzen. Besonders bei Texten für die Webseiten haben sie das Gefühl, dass KI das super kann.
„Warum Geld für Texte ausgeben, wenn ChatGPT das für mich macht?”
Das suggerierte Versprechen der KI ist ja auch ziemlich überzeugend: Kleiner Prompt rein. Fertiger Text raus. Geld und Zeit gespart!
Das eigentliche Problem beim Einsatz von KI ist dabei – wie immer – der Mensch!
Die Ergebnisse der KI sind nur so gut, wie der Input, den man eingibt.
Was die KI gut kann: Dinge reproduzieren.
Was die KI nicht kann: Dinge verstehen.
Warum ist es problematisch, wenn ich meine Website-Texte von KI schreiben lasse?
Die Ergebnisse der KI sind also nur so gut wie die Informationen, die wir ihr geben.
KI kann nicht eigenständig etwas über unsere Kund*innen herausfinden. Sie kann nicht beantworten, womit unsere potentiellen Kund*innen uns vergleichen oder was sie an unserem Angebot schätzen.
Wenn wir KI nutzen, ohne diese Antworten zu kennen, machen wir eigentlich nichts besser. Unser kleiner Roboterfreund spuckt ellenlange Texte aus, die zwar das Gefühl von Effizienz geben (so viel, so schnell, wow!), aber die Effektivität nicht steigern (Masse statt Klasse).
Wir lassen KI also einfach immer wieder mehr von dem erstellen, was von Anfang an nicht funktioniert hat und erwarten ein anderes Ergebnis. Und das ist bekanntlich die Definition von Wahnsinn!
Was ist die Grundlage für gute Website-Texte mit KI?
Gehirnngerecht positionieren (das sind wir!) hilft Start-ups und kleinen B2B-Unternehmen dabei, sich effektiv zu positionieren.
Positionierung bedeutet,
- dass man einen klaren Platz im Markt hat.
- dass potentielle Kund*innen sofort verstehen was und für wen das Angebot ist.
- dass die Relevanz für eine gewisse Person(engruppe) deutlich wird.
Meistens haben kleine Firmen wirklich wenig Ahnung, wer genau ihre Zielkund*innen sind.
Sie kennen ihre Alleinstellungsmerkmale nicht, verstehen nicht, welchen einzigartigen Mehrwert sie liefern und wissen deshalb nicht, welche Personen ihr Angebot am dringendsten brauchen.
Das führt zu allerhand Problemen: Geringe Konversion auf der Website, hohe Marketingkosten und lange Erklärung des Angebots sind nur ein paar davon.
Um sich effektiv zu positionieren, muss man eine Sache tun: Mit seinen Kund*innen reden!
Wie Matt Lerner in seinem Buch Growth-Levers sagt:
“A startup needs to discover, as quickly as possible, who will buy their product, when and how they’ll use it, where they’ll look for it, and how they expect it to work. Only then is it possible to find big growth levers.”
– Matt Lerner, Business-Coach und erfolgreicher Autor
Zu Deutsch: Ein Startup muss erst die Bedürfnisse seiner Zielgruppe im Detail verstehen, um überhaupt die richtigen Hebel für großes Wachstum ansetzen zu können.
Dein Wissen über deine Kund*innen ist die Grundlage für eine gute Positionierung. Was wiederum die Grundlage für überzeugende Websit-Texte ist.
Du musst von deinen Kund*innen wissen:
- Welches Problem sie lösen wollen
- Wann genau sie merken, dass sie ein Problem haben
- Wonach sie suchen, wenn sie das Problem lösen wollen
- Wie sie auf dein Angebot kommen
- Womit sie dein Angebot vergleichen
- Etc.
Je mehr du über deine Kund*innen weißt, desto überzeugender kannst du Website-Texte so schreiben, dass die Person das Gefühl hat, dass du ihr Problem verstehst, ihr helfen kannst und die beste Wahl für sie bist!
Haben KI-Texte auf der Website negative Auswirkungen für mein Unternehmen?
Wenn du KI-Texte für deine Website schreiben lässt, um Masse zu produzieren, kann das besonders in zwei Punkten negative Auswirkungen auf dein Unternehmen haben.
Googel kann KI-Texte abstrafen
Tatsächlich können KI-Texte auch für die Bewertung deiner Seite auf Google negative Auswirkungen haben.
Je generischer, austauschbarer und mehrwertloser deine Texte sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass Google diesen Content als »Slop« einstuft.
Das wirkt sich nicht nur darauf aus, dass diese eine Unterseite mit KI-Texten weniger Rankings bekommt, sondern deine ganze Seite von Google in Zukunft als verdächtig angesehen wird.
Du machst mit KI deine Marke austauschbar
Deine Texte und deine Inhalte sollten sich von dem abheben, was es schon gibt. Besonders, wenn du dich als Personenmarke aufbaust, ist es massiv negativ für dich, wenn deine Ansichten, Meinungen, Inhalte nur das sind, was schon tausendmal gesagt wurde.
KI produziert nur den Durchschnitt von dem, was im Netz zur Verfügung steht. Was genau führt dazu, dass du nicht anders bist, als der Durchschnitt?
Je weniger einzigartig du bist, desto weniger werden deine Texte bei irgendwem Anklang finden oder für SEO relevant sein.
Wann sind KI-Website-Texte sinnvoll?
Wie bereits erläutert: KI ist ein Tool für Effizienz, nicht für Effektivität.
KI kann von dem, was funktioniert, mehr erstellen. Sie kann aber selten etwas, was nicht funktioniert, besser machen. (Je nachdem, wie gut unser Input ist natürlich).
Sobald du also eine Positionierung hast, die wirkt, kannst du die KI auch dafür nutzen dir mehr Texte in diese Richtung schreiben zu lassen.
Beispiele, wie und wann du KI für Texte einsetzen kannst:
- Produktbeschreibungen im E-Commerce: Du hast 200 fast identische T-Shirts in deinem Online-Shop? Das ist eine Aufgabe, die du mit Effizienz lösen kannst! Hierbei kann KI ein ziemlicher Segen sein. Sie schreibt dir in Sekundenschnelle SEO-optimierte, leicht variierende Texte.
- Erste Entwürfe & Strukturierung: Schreibblockade? KI kann eine Gliederung für den nächsten Blogartikel erstellen oder einen ersten "rohen" Entwurf schreiben.
- Meta-Tags & Teaser: SEO-Titel, Meta-Descriptions oder kurze Teaser-Texte für Social Media kann die KI ebenfalls gut generieren. (Sie hat ja den Artikel als mehrwertigen Input)
- Überschriften optimieren: »Gib mir 10 catchy Hooks für meinen Social-Media-Post oder Blogbeitrag.« (auch hier muss man natürlich auf generische Klischees achten)
- FAQs & Standard-Hilfeseiten: Häufig gestellte Fragen basieren meist auf reinen Fakten. KI kann diese schnell, präzise und klar strukturieren.
Fazit: KI arbeitet nur so gut, wie die Person, die davor sitzt
KI liefert das, was man anfragt. Je unklarer, ungenauer, uninformierter der Input, desto generischer und ineffektiver der Output.
Wenn du KI für deine Websitetexte sinnvoll einsetzen willst, musst du dafür sorgen, dass die Basis stimmt.
Du musst die KI mit den richtigen Informationen füttern:
- deiner spitzen Positionierung
- deiner Brand-Voice
- und deinen einzigartigen Insights
Dann kann dir KI dabei helfen deine Texte schneller zu schreiben.
»KI ist ein wundervolles Tool, um an den richtigen Dingen schneller zu arbeiten (Effizienz), aber sie kann dir selten dabei helfen, die richtigen Dinge zu finden, an denen es sich zu arbeiten lohnt (Effektivität)«
– Christiane Hackl, Positionierungs-Expertin
FAQ: KI-Texte für die Website
1. Warum klingen viele KI-Texte so langweilig und austauschbar?
Weil eine KI Wissen nur reproduziert, aber nicht versteht. Wenn du die KI ohne spezifische Vorgaben fütterst, greift sie auf den Durchschnitt aller bereits existierenden Internet-Daten zurück. Ohne deine individuellen Einblicke, deine Markenstimme (Brand Voice) und dein echtes Kund*innenwissen entstehen nur generische Texte, die sich nicht von der Konkurrenz abheben.
2. Was ist die wichtigste Voraussetzung, um gute KI-Texte zu erstellen?
Die absolute Grundlage ist eine klare Positionierung und echtes Kund*innenwissen. Du musst im Vorfeld (am besten durch direkte Gespräche mit deinen Kund*innen) herausfinden:
- Welche konkreten Probleme deine Zielgruppe lösen will.
- Womit sie dein Angebot vergleicht.
- Was den einzigartigen Mehrwert deines Unternehmens ausmacht.
Erst wenn du diese strategischen Insights als Input in die KI hineingibst, kann die KI einen effektiven und überzeugenden Text für dich ausgeben.
3. Was ist der Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität bei KI?
- Effizienz (Schnelligkeit): KI ist ein hervorragendes Werkzeug, um an den bereits feststehenden Dingen schneller zu arbeiten (z. B. Zusammenfassungen oder Meta-Tags generieren).
- Effektivität (Wirksamkeit): KI kann dir jedoch nicht dabei helfen, die richtigen Hebel überhaupt erst zu finden. Sie nimmt dir die strategische Denkarbeit – wie die richtige Marktpositionierung – nicht ab. Sie macht Unwirksames also nicht automatisch besser, sondern produziert im Zweifel nur schneller unwirksame Inhalte.
5. Für welche Website-Aufgaben ist der Einsatz von KI besonders sinnvoll?
KI ist immer dann hilfreich, wenn es um Strukturierung, Masse und Standard-Inhalte geht. Typische Anwendungsfälle sind:
- Produktbeschreibungen für E-Commerce (z. B. bei Hunderten ähnlichen Artikeln).
- Erste Entwürfe & Gliederungen zur Überwindung von Schreibblockaden.
- SEO-Metadaten (wie Title-Tags und Meta-Descriptions).
- Brainstorming für knackige Überschriften und Hooks.
- Standard-FAQs und sachliche Hilfeseiten.

Christiane Hackl ist Positionierungs-Expertin bei Gehirngerecht Positionieren. Mit ihrem Wissen hilft sie Start-ups, Expert*innen und kleinen Firmen dabei, den richtigen Platz im Markt zu finden!
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