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Informationsüberladene Websites und der Fluch des Wissens

Wir zeigen euch, wie ihr den Fluch des Wissens überwinden und damit informationsüberladene Websites vermeiden könnt.

Höchste Zeit den Fluch des Wissens zu überwinden

Problem: informationsüberladene Websites

Das Problem ist hinlänglich bekannt. Die neuen digitalen Kommunikations- bzw. Werbemöglichkeiten führen zu einer riesigen Informationsflut (oder tragen dazu entscheidend bei). Der Zielkunde kann heute in fast jeder Alltagssituation mit Werbebotschaften erreicht werden. So werden in Deutschland etwa 50.000 Marken aktiv beworben. Mit 3.000 Werbebotschaften wird jeder von uns im Durchschnitt täglich konfrontiert. Dabei schätzen Marktforscher, dass 95% dieser Botschaften nur auf ein sehr geringes Informationsinteresse stoßen und damit vom Empfänger konsequent abgeblockt oder weggefiltert werden.

95% der Werbebotschaften treffen auf ein sehr geringes Interesse

Wenn wir also davon ausgehen, dass unser Zielkunde in vielen Situation mit Informationen überflutet wird oder vielleicht zusätzlich noch unter großem Zeitdruck steht, kann man sich vorstellen, dass informationsüberladene Werbemedien nicht gut beim Zielkunden ankommen. Aber warum werden Werbemedien, insbesondere die Website, gerne mit Informationen gnadenlos vollgestopft? Und hier kommt der Fluch des Wissens ins Spiel. Schauen wir uns die Definition von Garr Reynolds aus dem großartigen Buch „Zen oder die Kunst der Präsentation“ an:

Der Fluch des Wissens ist im wesentlichen jener Zustand, der den Überbringer der Botschaft an der Vorstellung hindert, wie es wäre, nicht sein Hintergrundwissen zum Thema zu haben. Für ihn macht es vollkommen Sinn, wenn er in Abstraktionen zum Publikum spricht. In seinem Geist erscheint alles einfach und offensichtlich.

Leider befällt uns der Fluch des Wissens alle. Er führt dazu, dass wir meist zu viele abstrakte Informationen vermitteln wollen, die unseren Empfänger zusätzlich zur allgemeinen Informationsflut überfordern. Und genau deswegen ist es so wichtig, aus der eigenen Sicht in die Perspektive des Empfänger zu wechseln, um den Fluch des Wissens zu überwinden.

Lösung: Konsequenter Wechsel in die Nutzersicht

Für den Wechsel aus der Unternehmer- in die Zielkundensicht gibt es eine hervorragende Methode: Die Persona-Technik. Anders als eine abstrakt beschriebene Zielgruppe, arbeitet man bei der Persona-Technik mit einem konkreten und real-wirkenden Zielkundenprofil. Dieses ermöglicht es, Wünsche, Werte und Erwartungen des Zielkunden zu verstehen und Werbemedien wie die Website auf diese Bedürfnisse hin zu entwickeln. Dabei steht die entwickelte Persona repräsentativ für eine bestimmte Hauptzielgruppe. Wir beschäftigen uns in unserem Blog noch intensiver mit der Persona-Technik. Hier wollen wir diese Methode als Möglichkeit vorstellen, um den Fluch des Wissens zu überwinden und damit informationsüberladene Websites zu vermeiden.

Die Persona-Technik und damit der konsequente Wechsel in die Nutzersicht ist notwendig, um den Fluch des Wissens zu überwinden.

Quellen und Tipps zur Vertiefung:
Renolds, G. (2013). Zen oder die Kunst der Präsentation – Mit einfachen Ideen gestalten und präsentieren. 2. Auflage .d.punkt.verlag Heidelberg
Monzel, M. (2008). Werbepsychologie für Job und Alltag – Wie Werbung funktioniert. 1. Auflage. Cornelsen Verlag Berlin
Fischer, K-P., Wiessner, D., Bidmon, R. (2011). Angewandte Werbepsychologie in Marketing und Kommunikation. 1. Auflage. Cornelsen Verlag Berlin
Scheier, C., Held, D. (2012). Wie Werbung wirkt – Erkenntnisse des Neuromarketings. 2. Auflage. Haufe Verlag München

Mit der Persona-Technik zum Sichtwechsel

Der Wechsel von der Unternehmer- in die Nutzersicht ist insbesondere in der Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur grundlegend für eine erfolgreiche Website.

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